22. Juni 2010

Einfach ist besser: Konrad Zuse zum Hundertsten

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , , , , , , , , — Peter @ 11:47

Heute wäre Konrad Zuse 100 Jahre alt geworden, der Mann, der 1941 in Berlin mit der Z3 den ersten funktionsfähigen Computer der Welt baute.
Bereits 100 Jahre davor, nämlich 1837, hatte der Engländer Charles Babbage den ersten nicht funktionsfähigen Computer entworfen, die Analytical Engine. Trotz finanzieller Unterstützung durch die Britische Regierung gelang es ihm bis zu seinem Tod 1871 nicht, seinen Entwurf in die Tat umzusetzen.
Zuse dagegen bastelte 1937 seinen ersten Rechner, die Z1, im Kreuzberger Wohnzimmer seiner Eltern zusammen. Sein Entwurf hatte nämlich einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem von Babbage: Er arbeitete digital, d.h. er rechnete nur mit Nullen und Einsen, während Babbages Computer im Dezimalsystem rechnen sollte.
Ein Apparat, der 10 verschiedene Zahlen so miteinander kombiniert, dass beispielsweise eine Addition ausgeführt wird, ist ungleich schwieriger zu bauen als einer, der nur die zwei Zahlen Null und Eins addiert. Das ist nämlich ganz einfach: dafür reichen ein paar simple Schalter. Die anderen Grundrechenarten lassen sich auf die Addition zurückführen. Für einen vollständigen Computer fehlen jetzt noch Speicher und Steuereinheiten, die sich ebenfalls mit Schaltern aufbauen lassen. Ein elektrisch gesteuerter Schalter ist das Relais. Zuses Z3 bestand aus 2.000 Telefonrelais.
In den fünfziger Jahren wurden die elektromechanischen Relais durch Transistoren ersetzt, die dann in den 1960er Jahren in großen Mengen auf kleine Silizium-Chips aufgebracht werden konnten. Die heutigen Computerchips wie der Intel Core 2 enthalten auf einem daumennagelgroßen Chip mehrere hundert Millionen Transistoren.

Hier in Berlin-Moabit steht ein Denkmal von Konrad Zuse (siehe Foto). Es befindet sich zwischen Innenministerium und Spree, unweit der Moabiter Brücke (Kirchstr.).

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20. Juni 2010

Interview mit Franz Josef Och, Teamleiter von Google Translate

Abgelegt unter: maschinelle Übersetzung — Petra @ 17:50

Richard Gutjahr im Gespräch mit Franz Josef Och. Der Satz von Och “Sehr schwierig sind die Sprachen, für die wir nicht so viele Trainingsdaten finden, das heißt nicht so viele Daten, die in der Sprache und zu Englischen dann übersetzt worden….” bestätigt, dass wir mit unserer Evaluation richtig lagen.

11. Juni 2010

Portale mit zweisprachigen Beispielsätzen zum Nachschlagen von Übersetzungen

Abgelegt unter: translation memory, Übersetzung — Tags:, , , — admin @ 11:18

Wie findet man heraus, wie ein Wort richtig verwendet wird? Richtig, in dem man in einem Textkorpus die richtige Verwendung im Kontext nachschlägt. Für deutsche Sätze z.B. in der Korpussammlung vom IDS und für englische Sätze z.B. im British National Corpus. Das Nachschlagen in solchen einsprachigen Korpora eignet sich für Muttersprachler oder für fortgeschrittene Sprecher. Wenn jedoch ein Deutschsprachiger mit Anfängerkenntnissen des Englischen eine englische Übersetzung für einen Begriff sucht, kann er nur anhand des Kontextes entscheiden, welche Übersetzung die passende ist. Da er nicht richtig Englisch kann, kann er mit nur einem einsprachigen Korpus nichts anfangen und braucht daher die entsprechende deutsche Übersetzung. An dieser Stelle braucht er also zweisprachige Beispielsätze, in denen er nachschauen kann. Ein paar solcher Portale, die außer uns zweisprachige Beispielsätze zum Durchsuchen anbieten gibt es schon. Je nach Sprachpaar variiert nur die Menge an zweisprachigen Beispielsätzen, die zum Suchbegriff geliefert werden.

Nennenswerte Anbieter zweisprachiger Beispielsätze sind diese sechs (in alphabetischer Reihenfolge):

lingo24linguatoolslingueemymemoryTatoebataus

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